Chinesisch
Chinesisch zu erlernen ist für uns Europäer eher schwierig und sehr Zeitaufwändig. Wer Spaß an der Sprache und an der Kultur hat, sollte sich aber weder vom anfangs recht seltsamen Klang der Sprache, noch von den Schriftzeichen einschüchtern lassen.
Alle Jahre findet eine wichtige Konferenz zur chinesischen Sprache statt. Eine der letzten war die 5th international Symbosium on Chinese Spoken Language Processing, die am 13-16 Dezember 2006 in Kant Ridge, Singapore stattfand.
Vor allem der Klang der Sprache ist für uns eher gewöhnungsbedürftig. Beim Vokabellernen wird einem sehr schnell auffallen, dass man keine Parallelen zwischen den Wörtern in Bezug auf das Deutsche ziehen kann. Auch kann man nicht nach der Bedeutung eines Wortes raten, wie es uns manchmal im Englischen oder im Spanischen möglich ist.
Die Laute dieser Sprache sind völlig anders als die der uns vertrauten auf Latein basierenden Sprachen. Vor allem die Aussprache der fünf verschiedenen Töne ist zunächst zu erlernen. Es gibt einen ansteigenden ersten Ton, einen abfallenden zweiten Ton, einen aufsteigenden und gleich wieder etwas abfallenden dritten Ton, einen gleichbleibenden vierten Ton, und schließlich einen kurzen abfallenden fünften Ton.
Jede Silbe wird in der Umschrift Pinyin mit einem Tonzeichen versehen. Dadurch wird gekennzeichnet, wie die Silbe zu betonen ist. Die Betonung ist sehr wichtig, da Wörter, die der Buchstabenfolge nach völlig identisch sind, durch die unterschiedliche Betonung auch unterschiedliche Bedeutungen haben können.
Mit Pinyin wird die Umschrift des Chinesischen bezeichnet. Diese wird ihnen beim erlernen der Sprache gleich zu Anfang erklärt. Pinyin ist eine Art Lautschrift mit der versucht wird, die chinesischen Wörter mit unserem ganz normalen Alphabet zu schreiben, zusätzlich werden die Tonzeichen dazugefügt. Dies ist vor allem am Anfang sehr hilfreich, da die Schriftzeichen sehr komplex sind.
Neben den Tönen ist beim erlernen auch zu beachten, dass diese Sprache sehr von der Kultur Chinas geprägt ist. Auch die Schriftzeichen haben eine lange Tradition und vor allem die Radikale haben meist eine tiefgehende Bedeutung.
Als Radikale werden Teile von Schriftzeichen bezeichnet, die eine Art Grundbedeutung für das Zeichen haben. Zum Beispiel gibt es einen Radikal, der Fortbewegung bedeutet. Immer wenn dieser als Teil eines Schriftzeichens vorhanden ist, muss das gesamte Zeichen irgendetwas mit Fortbewegung zu tun haben. Also entweder laufen, oder Fahrradfahren oder Autofahren, usw.
Beim Erlernen der chinesischen Sprache ist vor allem Durchhaltevermögen gefragt. Man muss dran bleiben, sich immer weiter entwickeln, nach Möglichkeit die Sprache auch sprechen und die Schriftzeichen regelmäßig wiederholen. Spaß daran zu haben und Neugierig zu sein auf diese doch so ganz andere Kultur sind die wichtigsten Dinge.
Meine Empfehlung an alle Lernwilligen ist, sich einen sogenannten Sprachtandempartner zu suchen. Dieser Partner möchte die deutsche Sprache erlernen und spricht selbst Chinesisch. Dadurch können Sie sich optimal gegenseitig unterstützen.