Große Mauer

Das größte Bauwerk der Welt, die Große Mauer, auch Chinesische Mauer genannt, sollte einst als Grenze gegen einfallende Nomadenvölker aus dem Norden dienen. Im Jahre 214 v. Chr. ordnete der erste chinesische Kaiser den Beginn des Mauerbaus an. Diese schloss sich an bereits in den Tälern vorhandene noch ältere Wehrbereiche an und erstreckte sich über die gebirgige Landschaft. Jahrhundertelang wurde an diesem riesigen Monumentalbau gearbeitet. Die Breite der Mauer variiert von 4 m bis 10 m, wobei alle paarhundert Meter etwa 12 m hohe Türme gebaut wurden, von denen es schätzungsweise 25.000 Stück gibt. Die Türme sind immer nur so weit voneinander entfernt, wie das Feuer, welches bei Gefahr angezündet wurde, vom nächsten Turm aus sichtbar war. Seit kurzem wird die Mauer auf eine Länge von über 8.850 km einschließlich natürlicher Barrieren wie Flüsse und Berge angegeben.
Einige Teile der Mauer sind gar nicht miteinander verbunden, wobei die Hauptmauer etwa 2.400 km lang ist. Wer einmal im Zuge einer Reise durch China auf diesem gewaltigen Bauwerk gestanden hat, ist sich erst so richtig über das gewaltige Ausmaß bewusst. Die unvorstellbare Arbeit, die hier geleistet wurde, ist bis heute immer noch nicht so richtig abgeschlossen, weil immer wieder durch die Witterungseinflüsse verursachte Zerstörungen erneuert und restauriert werden müssen. Heute dient die Befestigung allerdings nur noch dem Tourismus. Große Abschnitte sind jedoch in einem sehr maroden Zustand. Seit 1987 hat die UNESCO die Mauer zum Weltkerbe erklärt. Lange Zeit wurde behauptet, dass die Große Mauer vom Mond aus zu sehen sei, was aber mittlerweile überzeugend widerlegt werden konnte.