Seidenstrasse

Heute ist sie der Stoffe vieler Mysterien und abenteuerlicher Geschichte, doch vor mehreren Hundert Jahren war die Seidenstraße einer der wichtigsten Handelsrouten der Welt. Mittlerweile ist sie eher die Wegstrecke von Abenteuerurlaubern, als eine belebte Handelsroute, doch die Magie der vergangenen Jahrhunderte ist bis heute in den kleinen Dörfern am Straßenrand und den Ruinen einst reicher Städte zu spüren. Ihr berühmtester Reisender war der Händler und Forscher Marco Polo. Obwohl der Begriff Seidenstraße nahe legt, dass es sich hierbei um eine einzelne Straße handelt, ist es vielmehr ein Netz aus Handelsstraßen, das durch ganz Asien verläuft.

Geschichte der Seidenstraße
Die Anfänge der Seidenstraße gehen etwa auf das Jahr 100 vor Christus zurück. Damals hatte das Han-Reich eine bedeutende Größe erreicht und trieb mit Europa ersten Handel. Die Waren wurden über die Routen der Seidenstraße transportiert. Auch in den Zeiten der Tang-Dynastie war der Handel auf der Seidenstraße ein bedeutender Gütertausch zwischen Asien und dem Westen. Ihren Höhepunkt erreichte die Seidenstraße in der Zeit, als das mongolische Reich großen Einfluss auf die Geschicke Asiens hatte.

Bedeutung der Seidenstraße
Unter der Herrschaft von Dschingis Khans wurden bedeutende Schätze auf den Routen transportiert und mit dem Westen gehandelt. Gehandelt wurden Waren wie Gewürze, Glas, Seide und Schwarzpulver. Diese Bedeutung erreichte die uralte Handelsroute nie wieder. Als Schiffswege und der Schienenverkehr den Transport von Waren vereinfachten und beschleunigten, wurde die Seidenstraße schließlich zu einem beliebten Urlaubsziel. Gelegentlich dienen die alten Handelswege auch dem Schmuggel von Heroin von Afghanistan nach Europa. Entlang der wichtigsten Handelsrouten existiert noch heute eine gute Infrastruktur mit Geschäften und Unterkünften. Auch historisch bedeutsame Sehenswürdigkeiten wurden weitestgehend erhalten.